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Presseberichte 2004


Artikelübersicht
Berichte von 2000 - 2003

  • Nacht der Kultur 2004

  • Pflasterklang 2004

  • Kunst-Karrée 2004

  • Kurzfilmtage 2004


  • 2000

  • 2002


  • 2001

  • 2003




  • Auf der Sonnenseite der Straße
    Begeisterung beim Straßenmusik-Festival "Pflasterklang" des KulturPackts


    In eine riesige Open-Air-Bühne unter einem strahlenden Himmel hat sich am Samstag die Schweinfurter Innenstadt verwandelt: für die 35 Gruppen und Akteure des sechsten Straßenmusik-Festivals "Pflasterklang" des KulturPackts.

    Es duftete nach Gyros, Zwiebeln und Capucchino. Ebenso kontrastreich war die Musik: bretonische und irische Folkmusik, Bluegrass, Südamerikanisches und Rockiges, barocke Flötenklänge und Jazz-Standards wie das passende "On The Sunny Side Of The Street". Das Schweinfurter Flanier- und Shopping-Publikum war hellauf begeistert.

    KulturPackt-Geschäftsführer Jimmij Günther hatte zum kurzweiligen Auftakt des vierten Schweinfurter Nachsommers neue und schon bekannte Straßenmusiker aus Nah und Fern eingeladen: Beim Morgenkaffee im Evangelischen Jugendhaus lernte man sich kennen. Doch pünktlich um 10 Uhr verteilten sich die ersten 17 Gruppen in der Innenstadt auf ihre Straßenbühnen, nach je einer Stunde wechselte man sich ab.

    "Das Reizvolle und die Schwierigkeit an der Straßenmusik ist der Kontakt mit dem Publikum, seine Spantaneität", verrät Pesö, der mit Jürgen Hermann das phantasievolle Düsseldorfer Spielmobil für Kinder in der Brückenstraße präsentiert. Die Reaktionen des Publikums seien immer echt, schon in den ersten Sekunden entscheide sich, ob die Passanten stehenbleiben - oder eben nicht.

    Solch ein Problem haben auf keinen Fall die drei Rock-Komiker von BSE, die zur Gaudi ihrer Zuhörer und Zuhörerinnen verraten: "Die Weiber, die sind schuld, wenn uns einmal der Teufel holt".

    Versöhnlich hingegen die filigranen Harfenklänge, zu denen die acht Einradfahrerinnen der "Solidarität" ihr akrobatisch- elegantes Können zeigen. Auch Frank Vömel aus Marburg bevorzugt in seinen Folksongs die leisen Töne, betont dabei besonders das tänzerische Element. Zu Gast in seiner Heimatstadt ist das Geschwisterpaar Corinna und Ursula Frühwald, die als Duo "Sorelle nell´Aurora" mit ihrem virtuosen Flötenspiel in Rokoko-Kostümen ein Ohren- und Augenschmaus sind.

    Die Schweinfurter Szene ist auch durch zwei größere Gruppen vertreten: Mit "Strunsfidel", der irisch orientierten Band der Disharmonie, mit dem Vielharmonischen Orchester, dem Akkordeon-Spielkreis und dem Klassik-Trio Paula, Anton und Elisabeth. Mister "Juggle X" aus Gochsheim verblüfft mit Jonglagen und Akrobatik, gefällt durch seine lockere Einbeziehung des Publikums in seine Show. (da hat der Autor wohl Detlef Vogt aus Theres mit der Jongliergruppe verwechselt - Anm. v. Veranstalter)

    Ein besonderes Schmankerl für Genießer bietet der Bänkelsänger Peter Hunziker aus Bern mit seinen Songs, die er auf alten Drehorgeln begleitet. Am Abend trafen sich die Musiker und ihr Publikum noch einmal zum stimmungsvollen Abschluß, zur "Straßenmusik-Meile" an der Gutermann-Promenade.

    In drei Wochen wird bereits die nächste KulturPackt-Veranstaltung sicherlich für ebenso prächtige Nachsommer-Stimmung sorgen: Bei der achten Nacht der Kultur, bei der 50 Künstler aus der Region nach dem bewährten Prinzip "Schweinfurt ver-rückt" an 18 ungewohnten Orten auftreten werden.

    Manfred Herker, Schweinfurter Tagblatt und Volkszeitung, Mo., 6.September 2004




    Lockruf der kleinen kurzen Streifen
    Fünfte Schweinfurter Kurzfilmtage mit neuem Besucherrekord

    Zum fünften Mal haben sich Vergnügungssüchtige und Kurzfilmfans am Gründonnerstag und Karfreitag jeweils bis spät in die Nacht hinein bei den 5. Schweinfurter Kurzfilmtagen im KuK getummelt. Alt und Jung erlebten teils lustige, aber auch etliche Kurzfilme mit ernstem Hintergrund.

    Der KulturPackt als gemeinsamer Veranstalter mit dem KuK konnte erneut einen Riesenerfolg verbuchen: Mit fast 1000 Besuchern gab es einen neuen Rekord. Die schon guten 800 Gäste aus dem Vorjahr übertraf man um fast 200, woran auch der diesjährige Run auf das Kinderprogramm (rund 100) "schuld" war., freute sich Packt-Geschäftsführer und Kurzfilmkenner Jimmy J. Günther (also, entweder Jimij Günther oder Gerald J. Günther, bitte! - Anm. von G.J.G.).

    Auch eine Schweinfurter Gruppe befand sich unter den Filmprojekten. "Such mich" heißt der sechsminütige Film der Videogruppe "10 vor 12", der in Zusammenarbeit mit "Crossover" entstand. Die Vielfalt - von Zeichentrick über Animation bis hin zu Schwarz-Weiß - war sicher Garant für den Erfolg. Als Beispiel sei die Knetanimation "Der moderne Zyklop" oder der Zeichentrickfilm "Belly und Bully" genannt. Highlight war die zehnminütige Lego-Animation "Die Helden von Bern" von Florian Plag, Martin Seibert und Ingo Steidl.

    "Es ist eben mal etwas anderes", sagte Daniel Ehrlich über die Kurzfilmtage. "Es gibt eine große Auswahl völlig verschiedener Filme und man kann mehrere Filme anschauen, anstatt nur einen wie im normalen Kino. Und es ist ja auch nur einmal im Jahr", sagte der 30-jährige, der sich besonders auf die Berner Helden freute.

    Viele hatten sich ganz kurzfristig dazu entschieden, "sich einmal Kurzfilme" anzusehen. "Ich hatte nichts besseres zu tun und dachte, ich probier´ es mal aus. Es wird bestimmt lustig", meinte etwa Markus Schultes (30). Thomas Tille, 27 Jahre, geht bereits seit zwei Jahren zu den SChweinfurter Kurzfilmtagen. Er findet die Kurzfilme lustiger als das "normale" Angebot. In diesem Jahr kannte er noch keinen der Filme. Er war sich aber vor Betreten des Kinos sicher, dass es auch diesmal ein interessanter Abend wird.

    In den letzten fünf Jahren hat die Beliebtheit der Kurzfilme in Schweinfurt und Umgebung immer mehr zu genommen, was allerdings bei einem Schwerpunkt auf Satire und Humor auch nicht allzu schwer fällt. "Wir haben wieder eine Auswahl der besten Filme aus neuester Produktion und einige sehenswerte ältere zusammengestellt", informierte Packt-Geschäftsführer Günther. Schon Tradition, eröffneten Filmemacher aus der Region den bunten Reigen, hauptsächlich aus Würzburg, denn im Vergleich zum letzten Jahr "gab es aus Schweinfurt fast nichts Neues", bedauerte Günther. Und: Auch das Kinderprogramm wurde in diesem Jahr von vier lokalen Videofilmen eröffnet, die "teilweise von Kindern selbst gemacht wurden."

    ZU der diesjährigen Auswahl gehörten aber nicht nur Filme aus der Region und aus Deutschland, sondern aus aller Welt, aus Australien, Norwegen, Mexiko, Italien, England und Schweden. Die lustigsten Filme kamen aus Skandinavien und "irgendwie überraschend" auch aus Deutschland, merkte Günther an.

    Die Kurzfilmtage kamen beim Publikum bestens an. Keiner der nach den Vorstellungen befragten Besucher hatte jedenfalls etwas zu meckern. Und wenn der Erfolg der Veranstaltung anhält, dann wird der Andrang 2005 noch größer. Am Karfreitag ging schon gar nichts mehr: man war ausverkauft.

    Jelena Moser, Schweinfurter Tagblatt, Di., 13. April 2004