|
Kulturforum 1999
Gala 2000
Kurzfilmtage 2001
Pflasterklang 2001
Gala 2001
Künstlertreffen 2002
Kurzfilmtage 2002
Pflasterklang 2002
Gala 2002
Kurzfilmtage 2003
Pflasterklang 2003
Kurzfilmtage 2004
Nacht der Kultur 2004
Kurzfilmtage 2005
|
NACHT DER KULTUR 2002
59 Künstler und Gruppen an 19 Kultur-Orten
Samstag, 28. September 2002
zur Bildergalerie
Etwas kleiner sollte die große Kulturnacht heuer werden - so war es eigentlich gedacht. Zwar
wurden die beteiligten Kultur-Orte und Einrichtungen von 21 auf 19 reduziert, doch die Zahl
der teilnehmenden Künstler und Gruppen stieg sogar auf knapp 60 an. Schon wieder "die größte
Kulturnacht aller Zeiten"!
Insgesamt war die 6. Nacht der Kultur ein großartiger Erfolg. Organisatorisch lief fast alles
glatt, das Angebot war riesig, aber auch künstlerisch hochwertig; das Wetter spielte mit
und das durch Schweinfurt streifende Kulturpublikum war begeistert. Und teilweise überfordert:
so viel Auswahl an Musik, Tanz, Lesungen, Ausstellungen, Kabarett, Film und Theater war an
diesem langen Abend geboten!
Begonnen wurde die Kulturnacht um 19 Uhr in der Rathausdiele mit "Nachtklang" von Stefan Johannes
Walter, einem eigens komponierten modern-klassischen Werk. Anklänge an nachtaktive Insekten waren
darin nur angedeutet, im Gegensatz zum Marktplatz, auf dem penetrantes Grillenzirpen die Luft
erfüllte - eine Verbindung zum nachsommer schweinfurt, dem "Festival mit der Grille".
Während drinnen im Rathaus dann das Fagottensemble "Windessenz" sein Jubiläumskonzert gab, stieg
draußen am Rathaus OUTLOUD auf´s Gerüst und trommelte los; auf Fässer, Schilder, Eisenteile.
Stand man um 21 Uhr wieder am Marktplatz, hatte man plötzlich einen ungewohnten Stereo-Effekt:
Trompetenklänge erschollen von der Johanniskirche, die vom Rathausbalkon beantwortet wurden.
Erstaunlich, wie gut das funktionierte. An den anderen 18 Kultur-Orten in der Stadt fand derweil
überall gleichzeitig unterschiedlichstes Programm statt: Volksmusik im Zeughaus, Ballett im
Schülercafé Theorema und im Brauhauskeller, die Popband snooze in der Galerie Alte Reichsvogtei,
Schlagzeug mit Yogo Pausch in der Stadtbücherei, Kabarett in der Musikschule oder christliche
Musik im Punkertreff Stattbahnhof - ganz wie es das Motto "Schweinfurt ver-rückt" verlangte.
Im großen roten "Kultur-Bus", der seine Runden vom Zeughaus zur Bibliothek Otto Schäfer drehte,
heizte der Gitarrist Monkeyman den Mitfahrern ein, während am Schrotturm Lichterketten blinkten
und zu jeder halben Stunde die Fenster aufgingen und "Achtung!" gerufen wurde. In der Salvatorkirche
ergänzten sich Didgeridoo-Klänge hervorragend mit Peter Hubs "Dunklen Balladen", bevor dort die
Jongleure von Firlefanz eine beeindruckende Schwarzlicht-Show aufführten.
Und noch viel mehr gab es natürlich in Museen, Ateliers, Musikclubs und Kultureinrichtungen
zu sehen, das man hier alles gar nicht aufzählen kann. Kurz vor Mitternacht trafen sich Hunderte
noch einmal am Marktplatz, um das spektakuläre Abschlußfeuerwerk (und Meister Hartlings
Bratwürste und "Nüßli") nicht zu verpassen, bevor die Nachtschwärmer bei AHIMSA im Brauhauskeller,
"max.radio" in der Disharmonie oder beim "Duo Sehnsucht" in Petra Blumes Atelier bis 2 Uhr nachts weitermachten.
Trotz des großen Andrangs und der Begeisterung überall waren wir doch enttäuscht, daß entgegen
des vollen Eindrucks nur 1250 zahlende Besucher gekommen waren, etwa 80 weniger als im letzten
Jahr. Schade, denn ein so abwechslungsreiches und "ver-rücktes" Kulturprogramm für nur 8 Euro
findet man sonst nirgends. Alle, die nicht da waren, haben viel verpaßt!
Es gibt auch eine kleine Bildergalerie!
|
|